Dolores verkauft afrikanische Kleider

Cleveland Street Flea Market, Memphis, Sheryl, Second Hand
Dolores ist ein Herzstück des Cleveland Street Flea Markets. Sie ist so lange dabei, wie sonst fast niemand. Sie verkauft nicht nur farbenfrohe Kleider. In ihrer Vitrine hat sie eine Auswahl an Ohrringen, Armbändern und Ketten.

Dolores sitzt auf einer Bank am Fenster neben ihrem Verkaufsstand, auf dem Schoß ein kleines Mädchen – ihre Enkelin. Sie umklammert ein kleines Plastikspielzeug. Dolores plaudert mit dem Mädchen. Keine ungewöhnliche Szene. Eigentlich hat Dolores fast immer ein Kind bei sich, wenn sie in die Flohmarkt-Halle kommt. Als sie vor acht Jahren ihren Stand aufgemacht hatte, halfen ihr ihre Kinder. Jetzt sind die Enkel mit dabei.

Als Händlerin war Dolores auch schon unterwegs bevor sie in die Flohmartk-Halle kam. Jedes Wochenende baute sie in einer anderen Südstaatenstadt auf großen Auktionen ihren Stand auf. Irgendwann wurde ihr das Reisen aber zu viel.

„Ich hatte einfach keine Lust mehr, jedes Wochenende meine Waren aus- und einzupacken,“ sagt Dolores. Deshalb sei sie in die Flohmarkt-Halle gekommen. „Hier kann ich den Schmuck in der Vitrine liegen und die Klamotten auf dem Ständer hängen lassen.“

Advertisements

Barbershop im Flohmarkt-Laden

Barbershop Memphis Cleveland Street Flea Market
Rasieren zwischen gebrauchten Schuhen und neuen Hüten.

Coldwateo ist Frisör. Und viel mehr als einen Frisörstuhl, ein paar Schneideutensilien und einen Spiegel braucht er dazu nicht. Deshalb hat Coldwateo seit vier Jahren einen Stand im Cleveland Street Flea Market gemietet. Dafür bezahlt er in der Woche 45 Dollar. Für einen Kurzhaarschnitt verlangt Coldwateo acht Dollar. Der Herr, der im Moment im Stuhl sitzt, kommt jedes Wochenende zu ihm.

Sheryl schneidert Hüte und Mode

Sheryl hat seit einigen Jahren einen Verkaufsstand im Cleveland Street Flea Market. Sie bietet Änderungsschneidereien an. „Das ist meine eigene kleine Welt, ich nehme mir hier meine kleine Auszeit von der Familie. Nebenbei verdiene ich noch etwas Geld“, sagt Sheryl.

Ihre Dienstleistung ist gefragt, als ich mit ihr gesprochen habe, brachte eine junge Frau ein Abendkleid zum Ändern. Sie bat Sheryl sich zu beeilen, denn sie wolle das Kleid am folgenden Tag tragen. Währenddessen wartete eine ältere Dame darauf ihre gekürzte Hose abzuholen. Sie war etwas ungeduldig – denn sie hatte Eiscreme im Auto.